Mit seinem Bild «Zürich Eiszeit» erregte Giuseppe Reichmuth 1975 grosses Aufsehen. Seither hat der Zürcher Künstler mit Bildern, Aktionen und Objekten ein vielseitiges Werk geschaffen. «Zürich Eiszeit» oder das Bild «Dinosaurier auf der Autobahn» sind gleichsam Volksgut geworden.
Neben der Malerei bewegt sich Reichmuth in den Bereichen Aktionskunst, Skulptur, Performance, Theater sowie Plakat- und Covergestaltung. Reichmuth entwarf legendäre Plakate (u. a. für das Zürcher Theater Spektakel oder das Jazz Festival Zürich) sowie Plattencover für Grössen wie die Jazzpianistin Irène Schweizer.
Reichmuth war von Beginn an eng mit dem Zürcher Theater Spektakel verbunden. Berühmt sind auch seine dafür gestalteten Plakate aus den Jahren 1986 und 1989. Ab Ende der 1970er-Jahre verband ihn eine intensive Partnerschaft mit dem Musiker und Regisseur Ruedi Häusermann. Gemeinsam realisierten sie humorvoll-absurde Stücke, Aktionen und Landschaftstheater wie „Die erste Zeit am Klavier“ (1980), „Zu Besuch im Wohnwagen“ (1982) oder „Eine Reise ins Glück“ (1983).
Guiseppe Reichmuth ist kaum in eine Kunstrichtung einzuordnen, denn er wählt seinen Stil je nach Gegenstand aus. Einziges festes Merkmal ist sein tiefgründiger, meist gesellschaftskritischer Humor.

